Die Streit-Schlichter an der Realschule gibt es seit 18 Jahren

 

Bei dem Projekt geht es darum, dass Streit- Schlichter (Schüler-Mediatoren) die Konflikte zwischen Mitschülern eigenständig regeln. Die beiden Streitenden müssen dabei einer Schlichtung zustimmen. Die Schlichter sind neutral, behandeln die Fälle vertraulich, und versuchen eine Lösung zu finden, die für die Beteiligten akzeptabel ist.

Auch in diesem Schuljahr hat sich eine Gruppe von 14 Schülerinnen und Schülern gefunden. Sie wurden bei einer zweitägigen Schulung auf ihre Aufgabe vorbereitet und haben mit ihrer Tätigkeit begonnen. Die Streit-Schlichter werden von Frau Ruckaberle und Herrn Thamaschke betreut.

Wir bedanken uns für ihr Engagement und wünschen ihnen viel Erfolg bei ihrer Arbeit.

 H. Bittner

 

 Die Streit-Schlichter mit den betreuenden Lehrern Frau Ruckaberle und Herr Thamaschke

 

Der Streit-Schlichter Felix Mühlhäuser berichtet von der Ausbildungstagung 2018

 

Die 18. Streitschlichter-Tagung

Am 21. September war es soweit, die Ausbildung als Streitschlichter von 14 Schülern begann. Wie immer waren wir im Haus des Jugend-Rotkreuzes in Kirchheim untergebracht.

Dieses Jahr waren wir sechs Jungen und 8 Mädchen, davon waren zwei neue Jungen und zwei neue Mädchen dazu gekommen. Nach der Begrüßung redeten wir allgemein über Konflikte, die wir miterlebt hatten.

Nach einer kurzen Kaffeepause zeigten nun die Neunt- und die Zehntklässler, wie man einen Streit schlichtet. Der vorletzte Programmpunkt war, dass wir Fotos von den Schlichterpaaren machten.

Am Abend gingen wir dann gemeinsam zum Pizzaessen in die Stadt. Wir hatten zwei bis drei Stunden Zeit, in der wir ohne die Lehrer in der Stadt herumlaufen durften.

Am nächsten Morgen machte eine Gruppe Plakate für die Fünft- bis Siebtklässler und die andere Gruppe übte Streitfälle zu schlichten. Dabei wurden wir auch gefilmt, damit wir anschließend unsere Fehler sehen konnten. Nun war es leider schon wieder soweit, dass wir uns auf den Heimweg machen mussten.

 

 

Die Streit-Schlichterinnen Alexa Bachthaler, Loreen Mann und Theresa Höger berichten von der Ausbildungstagung 2017 in Kirchheim.

 

Wie jedes Jahr wurden auch dieses Mal die Streitschlichter ausgebildet. Am 22.09.2016 fuhren wir los zum Haus des Jugendrotkreuzes in Kirchheim, wo die Tagung jedes Jahr stattfindet. Mit dabei waren Vivien Gerstl, Nico Schmohr, Ioanna Chatzpoulou, Ciara Tomarchio, Theresa Messerle, Dennis Özcelik, Felix Mühlhäuser, Marius Kaiser, Celine Penkwitt, Max Löffler, Sara Püttmer,Alexa Bachthaler, Loreen Mann und Theresa Höger, Herr Thamaschke und Herr Bittner.

In Kirchheim bezogen wir erst einmal unsere Zimmer. Dann trafen wir uns und machten eine Art Vorstellungsrunde, um uns gegenseitig besser kennenzulernen. Anschließend dachte jeder für sich über Konflikte an unserer Schule nach.

Nach einer kurzen Pause mit Kaffee und Kuchen ging es weiter, wir lernten die Grundlagen des Schlichtens und bekamen von den älteren Schlichtern einen Fall vorgespielt. Danach wurden wir in Gruppen aufgeteilt und übten in der Praxis – in der Theorie sieht alles noch so einfach aus.

Dann gab es Mittagessen.

Nach dem Mittagessen machten wir Videoanalysen von den Schlichtungsgesprächen. Dabei sah man die eigenen Fehler oder Unsicherheit. Man sah aber auch, was man schon gut konnte. Zudem war es eine gute Übung für die künftigen Schlichtungsgespräche mit den Schülern.

Nach der Gruppenaufteilung der Schlichterteams fingen wir an, die Plakate zu gestalten, die wir bei den späteren Vorstellungen in der Klasse aushängen werden. Am Abend gingen wir wohlverdient in der „Glocke“ in Kirchheim zum Abendessen. Dort trafen wir auch Herrn Löffler, der die Streit-Schlichter früher betreute und der sich mit uns noch sehr verbunden fühlt.

Am nächsten Tag ging es nach einem gemütlichen Frühstück weiter mit den Plakaten, die wir auch fertigstellten.

Schließlich mussten wir unsere Sachen packen, da unsere Eltern an der Tür standen, um uns abzuholen.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an die Eltern für die Fahrdienste und ihre Ausdauer und an die Lehrer, dass sie diese Möglichkeit für uns eröffnen!

Das war der Bericht von der Streit-Schlichter-Fortbildung, die nun seit immerhin 17 Jahren stattfindet.

 

 

 

Der Klassenrat

 

Die Schüler tragen Probleme/Konflikte in ein Klassenbuch ein.

Dann muss das Einverständnis der Konfliktparteien eingeholt werden.

Ziel: Probleme lösen;  sich einigen, es gibt keine Sieger und keine Verlierer!

 Wichtige Grundsätze:

Gesagtes wird von der ganzen Klasse vertraulich behandelt (nichts nach außen tragen)

 
 

·      Wir beleidigen uns nicht.

·      Wir lassen einander ausreden.

·      Wir hören uns zu.

·      Wir lachen uns nicht aus.

·      Wir gehen fair miteinander um (friedlich).

·      Wir sagen die Wahrheit (nur dann macht es Sinn!).

·      Es gibt keine Strafen.

·     

Probleme werden im Stuhlkreis geklärt.   Der Redner wird durch das Zuwerfen eines Balls hervorgehoben.

   

·      Der/die Moderator/in achtet auf Einhaltung der Regeln

·      Er/Sie bestimmt die Redehäufigkeit

·      Er/Sie begrenzt die Dauer der Redezeit

Der Konflikt / das Problem wird vorgetragen und im Protokoll festhalten

·      Bei Unklarheiten darf man nachfragen.

Die Klasse sammelt Ideen, die im Protokoll festgehalten werden, Gefühle dürfen geäußert werden.

Wichtig!!

Niemand darf eine Idee kritisieren oder bewerten, solange nicht alle Ideen ausgesprochen sind!

Die Betroffenen entscheiden sich für eine Lösung, die für beide akzeptabel ist.

Die Vereinbarungen wird im Protokoll festgehalten.